Samstag, 17. Januar 2026

Revolution im Iran - der Löwe erhebt sich

Der nahe Osten wird dieser Tage erschüttert wie nie zuvor. Zuerst der Gaza-Krieg in Israel dem der grauenhafte Terroranschlag der Hamas vorausging, und nun die Massenproteste im Iran. Seit dem 28. Dezember 2025 begehrt das iranische Volk gegen das brutale Regime der Mullahs auf. Seit 1989 ist Ali Khamenei das politische und religiöse Oberhaupt der Islamischen Republik Iran. Ein autoritäres Regime das nahezu jeden Aspekt des täglichen Lebens kontrolliert. Religiöse und ideologische Konformität sind die Grundpfeiler des Systems. 1979 setzten sich streng konservative islamistische Kräfte im Iran durch ( Islamische Revolution ). Seitdem kommt es immer wieder zu schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte durch das Regime. Nun setzen sich die Menschen dort zur Wehr. Sie wollen es nicht länger hinnehmen, dass ein Terror-Regime weiterhin ihr Leben bestimmt. Die Proteste entwickelten sich aus einer Reihe von Massendemonstrationen und Streiks, die Ende Dezember 2025 begannen und sich nun zu einer wahren Protestwelle hochgeschaukelt haben. Auf dem Großen Basar von Teheran sowie den umliegenden Handelszentren nahmen die Proteste ihren Anfang, und erreichten schließlich die Universitäten, woraufhin sich Studenten aus allen Teilen des Landes beteiligten. 

Zu Anfang wurde die Protestbewegung durch die ansteigende Inflation, steigende Lebensmittelpreise, eine Wasserkrise, dem plötzlichen Einbruch der Devisenkurse und dem anhaltenden Wertverlust des iranischen Rials ausgelöst. Im Dezember 2025 stieg die Inflationsrate auf einen Rekordtiefstand von 42,2%. Die Händler auf dem Großen Basar in Teheran streikten und forderten ein Eingreifen der Regierung. Studentenverbände riefen zur Beteiligung an den Protesten auf. Im Januar 2026 hörte man von den ersten Opfern. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Waffengewalt gegen die Demonstranten vor. Das Internet wurde abgeschaltet, Telefonieren war nur eingeschränkt möglich. Es wurden Rufe nach "Freiheit" laut - etwas worauf die Menschen im Iran lange Zeit verzichten mussten. Das Mullah-Regime regierte mit harter Hand, beschränkte sämtliche Freiheiten, und Frauenrechte gab es praktisch nicht. Die Protestaktionen vergrößerten sich, die Demonstranten forderten wirtschaftliche Entlastung und einen politischen Wandel. Regierungskritische Parolen wurden gerufen. "Frau, Leben, Freiheit" bis hin zu "Tod dem Diktator." Auch von Rufen wie "Pahlavi wird zurückkehren," wird berichtet. Man kann sagen, dass den Iranern das bisherige System bis Oberkante Keller steht. 

US-Tech-Unternehmer Elon Musk stellte seine Starlink-Satelliten im Iran kostenlos zur Verfügung, so dass es vielen Iranern trotz Internet-Abschaltung möglich ist Bilder und Videos der Proteste Online zu stellen. Westliche Medien halten sich dennoch mit der Berichterstattung zurück. Der Grund dafür könnte sein, dass Frauen im Iran gegen das Kopftuch kämpfen, während bei uns vor allem auf Seiten der linksgrünen Bubble für das Kopftuch gekämpft wird. Zudem bekommen die Protestierenden Unterstützung von US-Präsident Donald Trump. Er drohte den Mullahs erneut damit, die Demonstranten zu unterstützen. Die Zahl der Opfer steigt seit Tagen, denn die iranische Revolutionsgarde bekämpft die Demonstranten mit scharfer Munition, dazu hat sich auch die Zahl der Verhaftungen erhöht. 2025 wurden rund 2500 Menschen hingerichtet. Es scheint, als könne sich das Regime in Teheran nur noch mit brutaler Gewalt an der Macht halten, es ist ein Regime in den letzten Zügen. 

Gewalt und systematische Diskriminierung von Frauen sind unter den Mullahs ein wesentlicher Teil des Gesetzes und der Rechtsprechung. Die Rechte von Frauen werden vom Regime gewaltsam verletzt und die Unruhen machen die jahrelange Unterdrückung und Schikane mehr als deutlich. Am 16. September 2022 wurde die 22-jährige kurdische Iranerin Jina Mahsa Amini in Teheran von der Sittenpolizei  festgenommen mit dem Vorwurf, sie habe ihr Kopftuch nicht richtig getragen. Drei Tage später starb sie an ihren Verletzungen, nach dem sie in einer Polizeiwache ins Koma gefallen war und in eine Klinik gebracht wurde. Ihr Tod löste bereits eine Protestwelle aus. Der israelische Geheimdienst Mossad rief im Januar 2026 ebenfalls via Social-Media zu Protesten gegen das iranische Regime auf. Der Aufruf wurde gehört und immer mehr Menschen beteiligten sich. Der israelische Minister Amihai Eliyahu gab im israelischen Armeesender Galei Tzahal bekannt, dass israelische Agenten im Iran aktiv seien. 


Israel und die USA stehen an der Seite des iranischen Volkes. Sie unterstützen die Revolution und den heroischen Einsatz der Menschen im Kampf gegen das Terror-Regime in Teheran. Die Situation dort ist allerdings veränderlich. Laut aktuellen Nachrichten wurde ein Großteil der Proteste niedergeschlagen ( Stand 17. Januar 2026 ). Doch es ist gut möglich, dass sich die Wut der Menschen immer wieder auf den Straßen entladen wird. Laut der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur sei das Regime geschwächt. Dennoch wird die Regierung in Teheran sich immer wieder brutal zur Wehr setzen solange es irgendwie möglich ist. Die Zahl der Toten schwankt zwischen 3000 und 12000.  Das Internet im Iran bleibt weiterhin gesperrt, dadurch wird das volle Ausmaß der Gewalt zum Großteil verborgen bleiben. Die Münchener Sicherheitskonferenz hat den iranischen Außenminister sowie weitere Vertreter Teherans wieder ausgeladen. Derzeit gibt es kaum noch Demonstrationen, von einigen Scharmützeln zwischen Protestlern und Sicherheitskräften in diversen Landesteilen abgesehen. 



Wie es jetzt im Iran weitergehen wird, das wird die Zeit zeigen. Aber die Atmosphäre ist aufgeheizt, die Menschen sind trotz aller Widerstände ermutigt weiter für ihre Freiheit und einen Regimewechsel zu kämpfen. Möglicherweise stehen blutige Wochen bevor, während denen sich erneut Proteste ergeben und das Mullah-Regime noch brutaler vorgehen wird um seine Existenz zu verteidigen. Der Sohn von Schah Reza Pahlavi wird von vielen als Leitfigur für einen reformierten und freiheitlichen Iran angesehen. Doch ebenso viele sehen ihn kritisch. Vielleicht auch weil Monarchien heute als überholt angesehen werden. Doch noch ist es zu früh um in dieser Sache konkrete Aussagen treffen zu können. Tatsache ist aber, dass die Menschen im Iran des Regimes müde sind, und damit bereit sich weiter für eine grundlegende Revolution einzusetzen. Hoffen wie, dass es ihnen bald gelingen möge. Sie haben immerhin starke und verlässliche Verbündete in Israel, den USA und anderen Teilen der westlichen Welt. Vor allem auf US-Präsident Trump ruhen nun die Augen und Hoffnungen der Iraner. 90% der Menschen dort stehen nicht mehr hinter dem Regime, und damit haben die Mullahs bereits einen ihrer größten Stützpfeiler verloren. Auch bisherige Verbündete wie die libanesische Hisbollah, die Hamas in Gaza, und Syriens ehemaliger Machthaber Baschar-al-Assad stehen nicht mehr an ihrer Seite. Insofern ist das Regime innen- und außenpolitisch erheblich geschwächt. Vielleicht sind dies Fakten auf denen sich die Hoffnung auf einen Wechsel im Iran begründen könnte. Hoffen wir es. 


In diesem Sinne, ein wunderschönes und hoffentlich friedliches Wochenende euch alle,


Eure Marion Herzogin von Meranien ♛





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