Montag, 25. Mai 2026

Auswandern als Problemlösung - von Zu- und Abgängen über die Landesgrenzen

Vor ein paar Tagen habe ich mich ein wenig unter den Ästhetik-Accounts bei Instagram umgesehen, denn dieses Feld der Fotokunst reizt mich sehr. Ich habe dort ein paar schöne und kreative Profile gefunden. Darunter auch das der Hamburger Influencerin und Mode-Unternehmerin Aylin König. Was mir neben den liebevoll kuratierten Inhalten  die das Alltagsleben der Kreatorin und ihrer Familie abbilden, besonders auffiel war die Tatsache, dass sie mittlerweile gar nicht mehr ausschließlich in Hamburg lebt, sondern mitsamt Ehemann und Kindern nach Mallorca gezogen ist. Auf ihrem Instagram-Profil lässt sie ihre Follower am Bau ihres neuen Hauses auf der Insel teilhaben. Natürlich muss man dazu sagen, dass es sich dabei nicht um irgendeine kleine Bude am Strand handelt, sondern um ein großzügiges Anwesen inmitten der mediterranen Natur, und ich bin sicher, dass die Familie dort gut leben wird. Wobei wir eigentlich schon beim Thema wären: Auswandern um anderswo gut ( oder besser ) leben zu können. Denn darum geht es den meisten Menschen doch wenn sie ihrer Heimat den Rücken kehren. 

Auswandern ist ein Gedanke mit dem sich derzeit viele Deutsche tragen, und doch können ihn nur wenige erfolgreich realisieren. Mit alles zusammenpacken und einfach so weggehen ist es nicht getan. Zunächst einmal ist es ganz interessant mal zu beleuchten warum so viele Menschen einfach nur noch weg wollen. Es ist nämlich nicht so einfach seine Heimat von jetzt auf gleich und möglicherweise für immer zu verlassen. Verfolgt man die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland, und betrachtet vor allem die gesamtgesellschaftlichen Zustände mit offenen Augen, dann leuchtet es dem einen oder anderen durchaus ein, dass so viele Menschen dieses Land verlassen wollen. Auswandern war in den 50er Jahren auch in meiner Familie ein Thema. Ein Cousin von mir verließ zu dieser Zeit mit seiner Familie Deutschland um nach Australien zu gehen. Und wie vielleicht einige von euch bereits wissen, stamme ich auch von ehemals Auswanderern ab. Die mütterliche Seite meiner Familie hat ihre Wurzeln in Marseille im Süden Frankreichs. 

Dass zahlreiche Firmen, darunter viele Traditionsunternehmen, ihren Standort in Länder verlegen in denen es ihnen möglich gemacht wird, kostengünstiger und ohne aufwendige und problematische Regularien und Verordnungen, zu produzieren weiß man. Doch auch für Privatleute ist das Leben in Deutschland zunehmend mit immer höheren Lebenshaltungskosten, sinkenden Löhnen, einer stetig steigenden Kriminalitätsrate und dem Verlust der Sicherheit im öffentlichen Raum verbunden. All dies sind durchaus gute Gründe um einen Ortswechsel zu rechtfertigen. In den Sozialen Netzwerken sind Informationen zum Thema Auswandern extrem nachgefragt und das Interesse daran ist wesentlich größer als noch vor zehn Jahren.  Ich habe kürzlich einmal im Netz recherchiert was die Gründe für eine Auswanderung sind. Ich war nicht einmal besonders überrascht als ich ich hörte, dass viele  es in Deutschland einfach nicht mehr aushalten. Das klingt zwar im ersten Moment stark übertrieben, aber wenn man sich die oben genannten Probleme vergegenwärtigt, dann versteht man die Menschen ein Stück weit. 


Wenn man diese vor Begeisterung und Enthusiasmus strotzenden Auswandererberichte liest, dann bekommt man unwillkürlich das Gefühl, dass diese Leute das ultimativ Richtige tun. Auch wenn viele Internetberichte dieser Art wohl stark beschönigt sein dürften, einen gewissen Werbeeffekt haben sie allemal. Die politische Entwicklung in Deutschland hat ein besorgniserregendes Level erreicht, und die meisten von uns brauchen nur vor die Tür zu gehen um zu erkennen warum dies so ist. Beim Einkauf sind exorbitant hohe Preise der "Abschrecker" schlechthin für die Shoppingbegeisterten, das Gesundheitssystem steht bereits mit einem Bein am Abgrund, denn für gesetzlich Versicherte ist es fast unmöglich geworden einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen, und selbst Privatversicherte warten oftmals mehrere Monate, während die Beiträge für die Krankenkassen ständig steigen, ohne das die Mitglieder einen angemessen guten Service dafür erwarten können. Deutschlands Problemthema Nummer eins ist zweifellos die ungezügelte Migration. Niemand hätte etwas dagegen wenn wir wirklich gut ausgebildete und integrationswillige Zuwanderer bekämen. Stattdessen kommen in weitaus höherem Maße ungebildete, häufig sogar kriminelle und integrationsunwillige Menschen nach Deutschland. 

Alles in allem eine ungesunde Mischung die sich in unserem Land zusammenbraut, und wer die Möglichkeit hat diesem Irrsinn den Rücken zu kehren, der wagt diesen Schritt. Welche Länder sind denn gerade besonders gefragt bei Auswanderern? Die "klassischen" Auswanderungsziele wie USA, Kanada und Australien scheinen heute bei vielen nicht mehr besonders gefragt zu sein. Stattdessen zieht es viele Deutsche vor allem in europäische Nachbarländer wie z.B. Spanien ( hier vor allem die Baleareninsel Mallorca ), das ländliche Italien und Frankreich sind gleichfalls beliebt. Aber auch die skandinavischen Länder Dänemark, Schweden und Norwegen sind bevorzugte Ziele. Hier ist das Leben allerdings schon etwas teurer wenn es um Konsumgüter und Wohnraum geht. Dänemark hat ein starkes soziales Sicherungssystem, was von Vorteil ist. Einen vorderen Platz nehmen aber auch einige Staaten Osteuropas ein. Vor allem Ungarn, Polen und Bulgarien werden von vielen Auswanderern ins Auge gefasst. Hier sind die Lebenshaltungskosten oft deutlich günstiger als in Westeuropa. Wer nicht ganz so aufs liebe Geld achten muss, der zieht häufig auch die Schweiz in Betracht. Hier gehören die Lebenshaltungskosten zu den höchsten in Europa. Kein Wunder also, dass es vor allem Menschen mit gehobenem Einkommen oder einem ausreichend gepolsterten Bankkonto dorthin zieht. 


Das Schlagwort vom Fachkräftemangel wird man in den kommenden Jahren noch sehr viel häufiger zu hören bekommen. Denn vor allem gut ausgebildete und qualifizierte Menschen verlassen Deutschland und gehen in Länder in denen ihre Qualifikation wertgeschätzt und entsprechend honoriert wird. Niemand nimmt gerne die Mühen und den Aufwand einer guten Ausbildung auf sich, nur um dann im Arbeitsverhältnis stehend feststellen zu müssen, dass der und dass ein großer Teil des Einkommens für Steuern, überteuerte Mieten, ständig steigende Kosten für Krankenkasse und Rentenversicherung, und nicht zuletzt für enorme Lebensmittelpreise draufgeht. So mancher schwankt in diesen Zeiten zwischen dem Wunschtraum irgendwo außerhalb Deutschlands ein besseres Leben zu führen, und der leider oft bitteren Realität wenn man es sich schlichtweg nicht leisten kann. 



Ist es überhaupt wirklich sinnvoll Deutschland zu verlassen, oder ist es einfach nur ein Fluchtgedanke. Ich glaube, das ist eine Frage die nicht leicht zu beantworten ist. Denke aber, dass es für Menschen die genug Entschlossenheit, berufliche Qualifikationen und/oder ein ausreichendes Finanzpolster mitbringen durchaus Sinn machen kann im Ausland neu anzufangen. Aber ein Neuanfang ist auch unter günstigen Umständen nicht so einfach wie viele glauben. Es ist nicht so einfach, seine vertraute Umgebung, den Freundeskreis, und vielfach auch Familienangehörige zurückzulassen. Man muss komplett neu starten, quasi einen Reset of Life durchführen. Was bei einem technischen Gerät lediglich einen Knopfdruck erfordert, verlangt von uns selbst ein grundlegendes Umdenken in allen alltäglichen Belangen unseres Lebens. Und dies ist eine von den vielen Herausforderungen die auf Auswanderer zukommen und die gemeistert werden müssen, wenn man nicht schon nach ein paar Wochen scheitern will. Für viele Auswanderer beginnt eine Erfolgsgeschichte, und leider müssen auch immer wieder einige ihre Zelte im Ausland wieder abbrechen. Zu groß vor allem die finanziellen Hindernisse, aber auch Sprachprobleme, kulturelle Unterschiede an die man sich trotz aller Bemühungen doch nicht anpassen konnte, oder einfach nur nicht enden wollendes Heimweh. Gründe für eine Rückkehr gibt es viele. All dies kann den großen Traum vom neuen Leben zunichte machen. 


Ich persönlich habe schon oft an eine Auswanderung gedacht, aber ich weiß, meine Familie würde es niemals mitmachen. Und alleine zurücklassen werde ich sie nicht. Wohin ich gehen würde, weiß ich nicht auf Anhieb zu sagen. Es kämen so einige Länder in Betracht, aber wie gesagt, im Moment ist es keine Option für mich. Ich bin auch ein sehr vorsichtiger Mensch, der nicht gerne Entscheidungen aus dem Bauch heraus trifft. Ich muss mich schon sicher fühlen können wenn ich mich zu etwas entschließen soll. Meine Verwandten in Australien haben mich schon oft dazu angeregt, ebenfalls dorthin zu ziehen, aber die riesige Entfernung zwischen mir und Deutschland ist ein immenser Hinderungsgrund. Ich würde mich eher für ein Nachbarland in Europa entscheiden, aber in ruhiger ländlicher Umgebung und in meinem eigenen Haus. Bis das vielleicht mal spruchreif sein wird, halte ich die Stellung in meiner Heimat und beobachte die politischen Entwicklungen, auch wenn ich mehr und mehr das Gefühl bekomme, dass die Auswanderer doch das Richtige tun. 


In diesem Sinne, eine erfolgreiche neue Woche

Eure Marion Herzogin von Meranien ♛









Sonntag, 12. April 2026

Messertäter an der Lahn - meine Heimatstadt verliert ihr Gesicht

Ich schreibe diesen Post weil ein Vorfall der sich am 7. 4. 2026 in meiner Heimatstadt Wetzlar ereignete mich langsam aber sicher immer mehr am gesunden Menschenverstand unserer Politiker zweifeln lässt. Und nicht nur das: Er lässt bei mir auch große Zweifel an der Ehrlichkeit unserer Führungsriege aufkommen. Denn wie oft wurde uns denn schon in den vergangenen Monaten hoch und heilig versprochen, man werde die ungeregelte Migration eindämmen, man werde sich der ausländischen Straftäter verstärkt annehmen, werde diejenigen sofort ausweisen die Chaos stiften und sich jeglicher Integration verweigern. Doch leider haben sich wohl erneut viele von uns zu früh gefreut, und sich von den Versprechungen der Politiker einlullen lassen. Wetzlar ist nicht zum ersten Mal Thema eines Blogbeitrags. Es ist meine Heimatstadt, dort bin ich aufgewachsen, habe von frühester Kindheit an alles miterlebt was innerhalb der engen Stadtgrenzen geschah. Es ist eine Kleinstadt, und folglich passierte dort nie irgendetwas das auch nur annähernd an das heranreicht was sich tagtäglich am Alexanderplatz in Berlin abspielt. Man konnte ohne um sein Leben fürchten zu müssen die Grünanlagen der Stadt besuchen, die Spazierwege am Lahnufer erwandern, und ganz allgemein einen entspannenden Aufenthalt haben. 

Ich bin als kleines Mädel mit meiner Oma dort überall unterwegs gewesen, und niemand hat auch nur entfernt daran gedacht, dass es mal zu Messerattacken kommen würde. Am Lahnufer wo der anfangs erwähnte Überfall stattgefunden hatte, verbringe ich sehr gerne meine Mittagspausen. Die ruhig dahinfließende Lahn umgeben von Wiesen und altem Baumbestand laden zum Verweilen ein und viele Menschen nutzen Möglichkeit inmitten der urbanen Zone ein wenig Kontakt zur Natur haben. Doch seit 2015 verschlechterte sich die Sicherheitslage in der Stadt kontinuierlich. Für mich ist es längst kein reines Gerücht mehr, dass von Seiten der Politik fleißig daran gearbeitet wird, Deutschland mehr und mehr zu einem bequemen Aufenthaltsort für Straftäter aus dem Ausland zu machen Für diese Zeitgenossen ist unser Land vielleicht ein sicherer Ort, denn harte Strafen hat kaum einer von ihnen zu erwarten. Nur für uns Einheimische hat sich die Situation sehr drastisch zum Schlechteren gewandelt. Kriminelle Zuwanderer erhalten großzügige finanzielle Unterstützung für sich und ihre teils sehr mitgliederstarken Familien. 


Was der Verlust der inneren Sicherheit im Land für uns Bürger wirklich bedeutet, können sich die Regierungsverantwortlichen sicherlich nicht einmal annähernd vorstellen. Sich nicht mehr uneingeschränkt und sorglos im öffentlichen Raum und sogar der Natur bewegen zu  können, ist ein nicht unwesentlicher Verlust für das Freiheitsempfinden des Einzelnen. Trotz aller Versprechungen aus der Politik hat sich an der unkontrollierten Migration nach Deutschland nicht viel geändert. Auch wenn die Regierung nicht müde wird uns vom Gegenteil zu überzeugen. Meine Heimatstadt zeigt mir das Tag für Tag. Schließlich bin ich fast täglich im innerstädtischen Raum unterwegs, verbringe meine Mittagspausen gerne in der City oder im sie umgebenden Grüngürtel. Und hier bringt sich unwillkürlich wieder die Äußerung von Friedrich Merz ins Spiel, die den Blick auf das lenkt was der Kanzler als "Stadtbild" bezeichnete. Zu uns nach Wetzlar kommen noch immer täglich neue Familien aus aller Herren Länder, da kommen mir die Aussagen der Bundesregierung über eine angebliche Reform des Asylrechts, verstärkte Grenzkontrollen und vermehrte Abschiebungen irgendwie seltsam irrig vor. 


Dies ist nicht mein erster Post der sich mit der Zuwanderung nach Wetzlar befasst. Ich kann es nur immer wieder betonen, ich schreibe diese Beiträge nicht weil ich grundsätzlich anderen Ländern und Kulturen feindlich gegenüberstehe, sondern ich schreibe sie weil ich auf den Kontrollverlust der Politik hinweisen will, der höchstwahrscheinlich Teil eines Plans ist, einer Art Agenda nach der sich bisher die meisten Parteien ausrichten. Selbst unter der ehemals konservativen Union die nun die Regierungspartei stellt, ist kaum eine nennenswerte Änderung zum Besseren erkennbar. Die Zunahme der Straftaten durch Migranten ist eine Tatsache die keiner mehr allen Ernstes leugnen kann. Kleinstädte wie Wetzlar blieben bislang relativ verschont, doch nun scheint sich auch hier die Lage zu verschlimmern. Die Wetzlarer Bürger beschweren sich vor allem über die Situation in Bahnhofsnähe. Und nach wie vor sieht und hört die Stadtregierung genauso wenig hin wie die Bundesregierung. Die Sache wird ausgesessen und die verzweifelten Hilferufe der Bevölkerung werden geflissentlich überhört. Es wird schöngeredet, vertuscht und abgestritten. Doch eines steht felsenfest: Die Menschen wissen Bescheid.

Ich werde auch weiterhin die Lage in meinem Heimatstädtchen im Auge behalten. Und auch wenn ich mir meine Freiheit nicht vollkommen nehmen lassen werde, so muss auch ich in Kauf nehmen, dass mir jederzeit etwas passieren kann, wenn ich mich in Parkanlagen oder abseits gelegenen Grünflächen in der Stadt aufhalte. Ich muss und werde darauf hinweisen, dass nicht jeder Migrant friedfertig ist, und nicht jeder bereit ist unsere Werte und Gesetze zu achten. Dies zu verschweigen macht es nur noch schlimmer, und deshalb bin ich absolut dafür, dass man den Finger in die Wunde legt und die Verfehlungen der Politik aufzeigt. 

Wir Bürger tragen die Last dessen was unsere Führung falsch macht. Wenn wir uns nicht mehr frei und ungehindert bewegen können ohne Angst haben zu müssen Opfer einer Messerattacke zu werden, dann läuft etwas ganz gewaltig aus dem Ruder. Die Wetzlarer Bevölkerung lässt leider auch vieles ohne Protest über sich ergehen. Was sollen sie auch groß ausrichten in einer Stadt die Rotgrün regiert wird, und in der jede Art von Kritik sofort als rechts abgestempelt wird. Wenn ich in Wetzlar unterwegs bin, dann erkenne ich wie weit diese Stadt schon abgerutscht ist. Überall Verwahrlosung, südosteuropäische Bettelbanden, Großfamilien von denen wohl die meisten vom Bürger- und Kindergeld leben. Und eine Stadtregierung die korrupt und gleichgültig ist. Natürlich bringt der Fluss der Zeit immer Veränderungen und Wandel mit sich. Aber zu sehen wie vor allem der linksgrüne Zeitgeist alles auf den Kopf stellt was einem bisher vertraut und sicher war, ist für viele schwer erträglich. 

Ich hänge an meiner Heimatstadt, ich bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, hier habe ich Freunde kennengelernt, hier haben die meisten meiner Familie gelebt und gearbeitet, und  ich trete nun in ihre Fußstapfen. Das Wetzlar wie es zu meiner Kinderzeit war wird es wohl nie wieder geben, damit muss ich mich abfinden. Doch mit einer Politik die das Recht der Bürger auf Freiheit und Sicherheit mit Füßen tritt, werde ich mich niemals abfinden. Und da werden sich sicherlich sehr viele meiner Meinung anschließen. Das Stadtbild wie Kanzler Merz es kürzlich erwähnte, prägt die Innenstadt von Wetzlar überdeutlich. Was die Einwohner wirklich darüber denken, erfährt man nur wenn man die Kommentarspalten unter den Facebook-Posts der Wetzlarer Neuen Zeitung oder der Polizei Mittelhessen liest. Es geht hier nicht um Hass und Hetze, es geht hier um den klaren und unverstellten Blick auf eine schwierige Sachlage. Ich habe oft die Frage im Kopf, warum die Regierung zwar redet und verspricht, aber keine konkrete Änderung zustande bringt. Ich habe bereits in früheren Beiträgen schon angeführt, dass die Gründe dafür möglicherweise auch darin liegen, dass sich die deutsche Regierung an die Gebote von Organisationen wie EU und UN halten muss, die eine Massenzuwanderung fordern. Offiziell geschieht dies um den demographischen Wandel auszugleichen. Dass es dafür allerdings auch andere Gründe geben kann, lasse ich mal offen. Hierzu kann und soll sich jeder sein eigenes Bild machen. 


Mein kleines Heimatstädtchen tut mir manchmal sogar ein wenig leid. Vieles hat es durchmachen müssen im letzten Krieg, und immer wieder hat es sich berappelt und ist wieder auf die Beine gekommen. Wetzlar war immer auch für viele Fremde eine Heimat, und niemand hatte etwas dagegen. Meine Familie hat auch so etwas wie einen Migrationshintergrund. Sie kam aus dem Süden Frankreichs, zog ins Elsass, und von dort nach Düsseldorf und schließlich nach Wetzlar. Doch der uferlose Kurs der neuzeitlichen Politik ist drauf und dran der Stadt den Todesstoß zu versetzen. Ich habe, wie viele andere Wetzlarer Bürger auch, Bilder der Stadt im Kopf ( und im Fotoalbum ) die ein ruhiges und friedliches Städtchen zeigen, indem man leben konnte ohne Chaos und Unsicherheit. Würde die Politik endlich erkennen wie falsch es ist die Migration so aus dem Ruder laufen zu lassen, dann wäre ein Zusammenleben mit gut integrierten Zuwanderern möglich. Dann gäbe es kein vollkommen überlastetes Gesundheitssystem, keine überbordenden Sozialausgaben, und keine ständig zunehmende Kriminalität, die von den Sicherheitsbehörden kaum noch zu verkraften ist. 

Nach dem kürzlichen Vorfall mit einer Messerattacke auf einen 19-jährigen Jogger am Lahnufer hatte ich das Bedürfnis nochmals auf die Sachlage in meiner Stadt hinzuweisen, und meine Besorgnis auszudrücken, die mich durchaus überkommt wenn ich die belebte Innenstadt verlasse um ein wenig Ruhe im Grünen zu suchen. Ich weiß nicht ob man noch die Hoffnung haben kann, dass sich alles zum Guten wendet, wie man so schön sagt. Aber wenn die Politik auf ihrem jetzigen Kurs bleibt, dann sehe ich schwarz. Auch für Wetzlar.


In diesem Sinne, eine gesunde und erfolgreiche neue Woche euch allen,

Eure Marion Herzogin von Meranien ♛







Sonntag, 8. März 2026

Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren. Sinnvoll oder Überzogen?

Ich habe neulich mal einen kleinen Spaziergang durch unseren Ort gemacht und dabei begegnete mir eine Gruppe Schulkinder. Sie waren sichtlich gut drauf, denn sie lachten und giggelten miteinander, dabei hielten sie ihre Smartphones in den Händen. Doch was da über die Bildschirme flimmerte hatte offensichtlich einen - aus meiner Sicht - beunruhigenden Effekt auf die Schüler. Sie gingen vor mir her und die Nervosität dieser Kinder war in jeder Hinsicht auffallend. Mir fiel es sogar selbst schwer ruhig zu bleiben beim Anblick der hin und her zappelnden und in schrillen Tönen quietschenden Kids. Mir war klar, dass sicherlich ein großer Teil dieser auffälligen Nervosität auf die Inhalte der Smartphones zurückzuführen war, denn die Kids hingen wie gebannt an ihren Geräten, wandten kaum den Blick davon ab.  Kommentierten alles was sie dort sahen mit diesem seltsam erregten Verhalten. 

Dass zu intensiver Internetkonsum für Kinder und Jugendliche schädlich sein kann ist nicht neu. Kein Wunder, dass die Politik nun an einem Social-Media-Verbot für unter 16-jährige bastelt. Die Verhaltensauffälligkeiten unter Kindern und Jugendlichen haben ein beunruhigendes Niveau erreicht. Laut DAK-Studien zeigt rund ein Viertel der 10- bis 17-jährigen in Deutschland bereits ein Suchtverhalten bei der Nutzung sozialer Medien. Durchschnittlich 150 Minuten täglich, am Wochenende auch mehr verbringen junge Menschen an PC oder Smartphone. 4,7 % davon gelten bereits als süchtig. Die Symptome sind Entzugserscheinungen, soziale Isolation und Vernachlässigung von Pflichten. 


Unter diesen Gesichtspunkten kann man durchaus sagen, dass die Nutzung der sozialen Medien für junge Menschen nicht ohne Risiko ist. Ich bin selbst eifriger Social-Media-Nutzer und bekomme stets so einiges mit was dort passiert. Vor allem auf Tiktok spielen sich mitunter Dinge ab, die ich als Erwachsene schon als sehr grenzwertig empfinde. Dort betreiben junge Mädchen Accounts - teils sind sie deutlich unter 14 Jahren - auf denen sie sich in offenherzigen Kleidern als "Model" präsentieren. Inspiriert von erwachsenen Kreatorinnen wollen sie endlich auch einmal "ernst genommen" werden. Doch welche Zuschauer ihre Videos wirklich anziehen, wissen sie nicht. Es sind größtenteils Männer mit eindeutig pädophilen Absichten, die unter den Beiträgen ihre verstörenden Gunstbezeugungen posten. Ich möchte nicht wissen, wie viele dieser Männer versuchen, mit diesen Mädchen Kontakt aufzunehmen um sie zu missbrauchen, und schlimmstenfalls sogar zu ermorden. Hieran sieht man nur allzu deutlich, wie gefährlich die sozialen Medien für Kinder und Jugendliche wirklich sein können. Wenn man diese Inhalte erst einmal gesehen hat, dann versteht man warum die Sorge um unsere Kinder wächst. 


Vor allem diese "gewissen" Herren die es auf sehr junge Mädchen und Kinder abgesehen haben, treiben ihr Unwesen in den sozialen Medien. Und es geht nicht nur um die widerlichen Kommentare die unter den Beiträgen hinterlassen werden, sondern es geht um die eigentliche Gefahr für die Jugendlichen. Nämlich, dass diese Pädo-Kriminellen realen Kontakt mit den Kindern aufnehmen, sie unter Umständen zu sich locken, missbrauchen und schließlich ermorden. Darin sehe ich eine nicht zu unterschätzende Bedrohung für das Leben der Kinder und Jugendlichen. Sie sind in einem Alter in dem sie Gefahren noch überhaupt nicht real einschätzen können. Hier sind die Eltern gefragt und der Gesetzgeber, hier muss entschieden mehr getan werden um jugendliche Internetnutzer vor diesen Gefahren zu schützen. Dass Kinder ihre wertvolle Freizeit mit sinnlosem Gedaddel am Handy vermüllen ist schon schlimm genug, aber die Gefahr für Leib und Leben ist nicht wegzudiskutieren. Von daher ist ein Social-Media-Verbot für unter 16-jährige durchaus sinnvoll. Doch ob es sich so durchsetzen lässt wie die Politik das vorhat, wage ich zu bezweifeln. 


Leider sind viele Eltern ihren Kindern ein schlechtes Vorbild am Smartphone. Denn auch sie verbringen oft Stunden vor dem Handy-Bildschirm. Völlig klar, dass die Kids sich ein Beispiel nehmen. Aber Eltern können ein Vorbild für eine verantwortungsbewusste Internetnutzung sein. Regeln und Verbote erzeugen bei Jugendlichen eher Widerstand. Ratsamer ist es also offen aber ruhig mit den Kindern über das Problem zu sprechen. Gibt man Kindern das Gefühl, dass man sie nicht bevormunden will, sind sie viel eher zur Akzeptanz von Regeln bereit. Forscher raten aber auch dazu, das Alltagsverhalten von Kindern nicht unnötig zu pathologisieren. Es sei vollkommen normal und in Ordnung wenn Kinder sich phasenweise sehr exzessiv mit Dingen beschäftigen. Unkontrollierte Nutzung des Internets habe auch mit dem sich noch entwickelnden Gehirn von Kindern und Jugendlichen zu tun, so Christian Montag, Professor für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm. Bereits im Grundschulalter besitzen viele Kinder ein Smartphone und haben Social-Media-Accounts. Man kann sich vorstellen, dass in es in diesem Alter mit der Selbstkontrolle noch nicht weit her sein kann. 


Smartphones werden in vielen Familien einfach als Beschäftigungsmittel für die Kinder angesehen. Die Kids haben einen Zeitvertreib und die Eltern haben ihre Ruhe. Folglich machen sie sich kaum Gedanken darüber welche Gefahren im Netz auf Kinder lauern. Psychische Auffälligkeiten unter Kindern und Jugendlichen haben sehr oft ihren Ursprung in exzessivem Handykonsum. Ängste, Selbstzweifel durch ständigen Vergleich, Depressionen, und Schlafstörungen sind die Folge. Cybermobbing, Cybergrooming und der Kontakt mit gefährlichen Inhalten wie Pornos, Gewaltvideos etc. tun ein Übriges um die Seelen der Kinder empfindlich zu verletzen. Stark retuschierte Inhalte sind besonders häufig auf Tiktok und Instagram zu sehen. Sie können eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers bewirken, führen zu vermindertem Selbstwertgefühl, und Essstörungen bis zum Selbsthass. Auch diese irrsinnigen "Challenges" auf Tiktok stellen eine große Gefahr für Kinder dar. Tragische Todesfälle durch solche kranken Trends gab es bereits zur Genüge. Cybermobbing kann mental schwächere Jugendliche in den Selbstmord treiben. 


Als Schutzmaßnahmen sollten Eltern die Medienkompetenz ihrer Kinder fördern, indem sie sie altersgerecht aufklären, den Einstieg der Kinder ins Internet begleiten und klare Regeln benennen. Profile auf Privat stellen und persönliche Daten schützen. Keine privaten Informationen an Fremde weitergeben und Altersbeschränkungen beachten, sowie die Nutzungszeiten begrenzen. Eltern sollten aber auch ihr eigenes Nutzerverhalten reflektieren und ihren Kindern ein positives Vorbild sein. Denn neben all den Nachteilen hat das Internet auch große Vorteile, auch für junge Menschen. Es kommt auf den richtigen Umgang mit den sozialen Medien an, den Kinder ( und gelegentlich sogar Erwachsene ) erst lernen müssen. 


In diesem Sinne, eine erfolgreiche neue Woche Euch allen,

Eure Marion Herzogin von Meranien ♛


Samstag, 31. Januar 2026

KI Overload - die Tücken und Fallen der Künstlichen Intelligenz

Als Kinder des Internetzeitalters kennen wir inzwischen sämtliche Vor- und Nachteile welche die moderne Technik mit sich bringt. Es überwiegen  zwar die Vorteile, doch so ganz ohne die berühmte Kehrseite der Medaille geht es auch hier nicht. Bereits in den Anfängen von Instagram & Co. bedienten sich viele Nutzer Apps mit denen sie ihre Bilder verfeinern und perfektionieren konnten. Und auch damals wurde schon getrickst und gefälscht was das Zeug hielt. Instagram wurde beschuldigt einen negativen Einfluss auf die mentale Gesundheit junger Frauen zu nehmen. Die App suggeriere ein falsches Gesundheits- und Schönheitsbewusstsein. Dass hinter den perfekten Gesichtern und Körpern in der Regel ein Bearbeitungsprogramm steckt, wussten viele gar nicht. Ich will dieses Vorgehen auch nicht zu sehr an den Pranger stellen, denn die Creatoren sind in gewisser Hinsicht als Werbefiguren unterwegs, und man weiß ja, wie wichtig ein ansprechendes Äußeres in der Werbebranche ist. Natürlich dient es dem einen oder anderen auch dazu, sich vor der Kamera einfach wohler und selbstbewusster zu fühlen.


Dann kam KI und mit ihr beinahe unendliche Möglichkeiten Fotos und Videos nicht nur zu bearbeiten, sondern auch zu erstellen. Doch damit nicht genug. Inzwischen werden künstlich erzeugte, einem echten Menschen täuschend ähnliche Figuren, sogenannte "Avatare" ins Rennen geschickt. Sie treten vor allem auf Tiktok aber auch Youtube als Content-Creatoren auf, die allerdings auf den ersten Blick gar nicht als Avatare zu erkennen sind. Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz sind mittlerweile so ausgereift, dass man damit den realen Menschen bereits ersetzen kann - zumindest im virtuellen Raum. Und nicht wenige ausgefuchste Tiktoker und Youtuber bedienen sich der neuen Technik. Sie kreieren eine perfekte und realistisch aussehende Scheinwelt, die für den gewöhnlichen Nutzer auch vollkommen echt wirkt. 


Doch nicht nur Menschen werden auf diese Weise "gefaked." Auf Tiktok kann man sich haufenweise Videos von Haustieren in mehr oder weniger lustigen Situationen anschauen. Einige sind aber teilweise sehr grenzwertig, da werden Tiere gezeigt die an Elektrokabeln knabbern und Stromschläge bekommen, das Ganze untermalt von künstlich anmutenden Gelächter, und kaum ein Zuschauer zweifelt die Echtheit dieser Videos an. Wären diese Inhalte tatsächlich real, so könnte man ihren Erstellern - aber auch den Betrachtern - ein gehöriges Maß an Sadismus nicht absprechen. Wer "erfreut" sich schon allen Ernstes an Videos in denen Tiere in Lebensgefahr gebracht, fast zu Tode erschrocken oder auf sonstige Weise missbraucht werden. 


All diese Inhalte haben jedoch eins gemeinsam: Sie wollen die Aufmerksamkeit der Nutzer, und zunächst scheint das alles völlig harmlos zu sein, eine Art virtueller Scherz, für den man nur die passende Art von Humor braucht. Doch diese manipulierten Bilder und Videos tragen die Gefahr in sich, dass gerade Jugendliche oder intellektuell einfacher gestrickte Erwachsene die Grenze zwischen Realität und Täuschung nicht mehr erkennen. Sehen junge Menschen ständig die künstlich erzeugten Gesichter und Körper der Avatare neigen sie unter Umständen dazu, das Äußere eines echten Menschen nicht mehr als "normal" zu erkennen, sie bekommen dadurch eine gestörte Wahrnehmung der Realität. Sogenannte "Deep-Fakes" sind wirklich täuschend echt. Mit ihnen lassen sich beispielsweise Gesichter verändern und Stimmen imitieren. 

Bei vielen Inhalten kann man ihre tatsächliche Herkunft nur bei sehr genauem Hinsehen erahnen. Ein Beispiel: In einem Tiktok-Beitrag läuft eine hochgewachsene junge Frau in sehr auffälliger Kleidung ihren Trolley hinter sich herziehend durch eine stark belebte Flughafenhalle. Daran ist erstmal nichts Ungewöhnliches. Doch wenn man näher hinschaut, erkennt man, dass kaum einer der anderen Fluggäste ringsum die junge Frau zu sehen scheint, trotz ihrer auffallenden Kleidung. Es scheint so, als gäbe es diese Frau in Wahrheit gar nicht, als wäre sie nur für den Betrachter des Videos sichtbar. Es könnte ein Hinweis auf KI sein, muss aber nicht zwingend. Mir geht es vor allem darum, aufzuzeigen wie schwierig ist geworden ist KI-Inhalte zu entlarven. Sie können unterhaltsam sein, keine Frage. Nur darf man eben nicht davon ausgehen, dass das gezeigte Material real existiert. Es ist eine virtuell umgesetzte Fantasie, mehr nicht. 

Sehr beliebtes Opfer bei digitalen Fälschern sind Prominente. Egal ob Filmstar, Papst oder Politiker, beinahe jeder der nur in irgendeiner Weise in der Öffentlichkeit steht, wurde schon einmal mittels "Deep Fake"- Post medial in Szene gesetzt. Und erstaunlich viele Menschen fallen jedes Mal darauf rein. Ich muss gestehen, dass auch ich schon einige Male diesen Fakes auf den Leim gegangen bin. Dies zeigt aber nur, wie ausgefeilt und weitentwickelt diese Technik bereits ist. Hochrangigen Politikern werden beliebige Sätze "in den Mund" gelegt, was zu peinlichen, oder sogar diplomatisch heiklen Verwicklungen führen kann. Man muss nicht mal Profi sein um solche Fakes zu erstellen. Mittels vortrainierter Modelle können auch Laien mit Smartphone-Apps oder Browser-Tools wie X-Chatbot Grok solche Fälschungen erzeugen. 


Privatpersonen können ebenfalls mithilfe von Deepfakes in kompromittierende Situationen hineingeschnitten werden. In einigen Internetforen ist es gängige Praxis die Gesichter von Frauen in pornographisches Bild- oder Videomaterial hineinzuschneiden. Diese zurechtgeschusterten Ergebnisse werden "Deepnudes" genannt. Die Cybersicherheitsfirma Deeptrace konnte bereits 2019 zeigen, dass es sich bei 95% der Deepfakes im Netz um pornographisches Material handelt. Auch Kinder und Jugendliche werden Opfer dieser Machenschaften. Für die Betroffenen bedeutet dieses Bloßgestellt werden massive emotionale und psychische Ausnahmezustände. Sie fühlen sich erniedrigt und beschämt. Diese Aufnahmen können zudem verwendet werden um Menschen zu erpressen. Jeder von uns kann theoretisch betroffen sein, denn viele Nutzer stellen Fotos von sich ins Netz, die auf diese Weise missbraucht werden können. Für Content-Creatoren und Influencer ist es oft unabdingbar sich in ihren Posts zu zeigen, es macht die Inhalte nahbarer und persönlicher. Bringt aber auch Gefahren mit sich. Aber die wenigsten denken wirklich um die Ecke und lassen Vorsicht walten bei dem was sie von sich ins Netz stellen.

Woran erkennt man denn nun solche "Deepfakes?" Obwohl es wirklich richtig schwer geworden ist, manipulierte Inhalte von echten zu unterscheiden, so gibt es doch gewisse Auffälligkeiten auf die man achten sollte. Als da wären: 

Gesichtsanomalien:  Augen blicken leer, blicken in unterschiedliche Richtungen oder blinzeln nicht. 

Übergänge: Verschwommene Übergänge zwischen Gesicht und Haaren, Ohren oder Hals.

Mimik & Bewegung: Ungewöhnliche Gesichtsausdrücke, ruckartige Bewegungen oder unpassende Falten auf der Stirn. 

Audio/Video-Synchronisation: Lippenbewegungen passen nicht präzise zum Gesprochenen.

Bildfehler: Fehler im Hintergrund, seltsame Lichtreflexionen in den Augen, zu viele Finger, unnatürliche Hauttexturen. 

Quelle & Kontext: Ist das Video oder Foto von einer verifizierten Quelle? Klingen die Aussagen zu kontrovers oder unwahrscheinlich? 

Hilfsmittel zur Überprüfung:

Google, Yandex oder TinEye nutzen, um zu prüfen, ob das Foto oder Video aus einem anderen Kontext stammt. 

Tools: Deepware-Scanner oder ähnliche Programme nutzen.

Faktenchecker: Portale wie Mimikama, dpa-Faktencheck oder Bellingcat prüfen. 

Die Qualität der Fakes nimmt stetig zu, von daher empfiehlt es sich immer einen kritischen Blick auf den Kontext und die Quelle zu werfen, um Fälschungen besser identifizieren zu können.

Oft sehe ich Videos von "Influencern" deren äußeres Erscheinungsbild so extrem gekünstelt und unecht wirkt, dass ich mich jedesmal frage, ob ich es jetzt mit einer realen Person oder mit einem Deepfake zu tun habe, einem mit KI erstellten Avatar das zwar fast hundertprozentig menschlich aussieht, es aber dennoch nicht ist. Manchmal fühle ich mich fast schon genötigt, die Follower dieser Accounts zu schütteln, damit sie wach werden und erkennen, dass sie gar keinem wirklichen Menschen folgen, sondern einer Figur die mittels einem KI-Programm generiert wurde. Eine Fantasiegestalt aus dem Universum der Künstlichen Intelligenz. KI ist zweifellos eine neue Dimension der Möglichkeiten, aber sie birgt nicht unerhebliche Nachteile und Gefahren, denen wir uns bewusst sein müssen. 


In diesem Sinne, ein entspanntes und friedliches Wochenende,

eure Marion Herzogin von Meranien ♛





Samstag, 17. Januar 2026

Revolution im Iran - der Löwe erhebt sich

Der nahe Osten wird dieser Tage erschüttert wie nie zuvor. Zuerst der Gaza-Krieg in Israel dem der grauenhafte Terroranschlag der Hamas vorausging, und nun die Massenproteste im Iran. Seit dem 28. Dezember 2025 begehrt das iranische Volk gegen das brutale Regime der Mullahs auf. Seit 1989 ist Ali Khamenei das politische und religiöse Oberhaupt der Islamischen Republik Iran. Ein autoritäres Regime das nahezu jeden Aspekt des täglichen Lebens kontrolliert. Religiöse und ideologische Konformität sind die Grundpfeiler des Systems. 1979 setzten sich streng konservative islamistische Kräfte im Iran durch ( Islamische Revolution ). Seitdem kommt es immer wieder zu schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte durch das Regime. Nun setzen sich die Menschen dort zur Wehr. Sie wollen es nicht länger hinnehmen, dass ein Terror-Regime weiterhin ihr Leben bestimmt. Die Proteste entwickelten sich aus einer Reihe von Massendemonstrationen und Streiks, die Ende Dezember 2025 begannen und sich nun zu einer wahren Protestwelle hochgeschaukelt haben. Auf dem Großen Basar von Teheran sowie den umliegenden Handelszentren nahmen die Proteste ihren Anfang, und erreichten schließlich die Universitäten, woraufhin sich Studenten aus allen Teilen des Landes beteiligten. 

Zu Anfang wurde die Protestbewegung durch die ansteigende Inflation, steigende Lebensmittelpreise, eine Wasserkrise, dem plötzlichen Einbruch der Devisenkurse und dem anhaltenden Wertverlust des iranischen Rials ausgelöst. Im Dezember 2025 stieg die Inflationsrate auf einen Rekordtiefstand von 42,2%. Die Händler auf dem Großen Basar in Teheran streikten und forderten ein Eingreifen der Regierung. Studentenverbände riefen zur Beteiligung an den Protesten auf. Im Januar 2026 hörte man von den ersten Opfern. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Waffengewalt gegen die Demonstranten vor. Das Internet wurde abgeschaltet, Telefonieren war nur eingeschränkt möglich. Es wurden Rufe nach "Freiheit" laut - etwas worauf die Menschen im Iran lange Zeit verzichten mussten. Das Mullah-Regime regierte mit harter Hand, beschränkte sämtliche Freiheiten, und Frauenrechte gab es praktisch nicht. Die Protestaktionen vergrößerten sich, die Demonstranten forderten wirtschaftliche Entlastung und einen politischen Wandel. Regierungskritische Parolen wurden gerufen. "Frau, Leben, Freiheit" bis hin zu "Tod dem Diktator." Auch von Rufen wie "Pahlavi wird zurückkehren," wird berichtet. Man kann sagen, dass den Iranern das bisherige System bis Oberkante Keller steht. 

US-Tech-Unternehmer Elon Musk stellte seine Starlink-Satelliten im Iran kostenlos zur Verfügung, so dass es vielen Iranern trotz Internet-Abschaltung möglich ist Bilder und Videos der Proteste Online zu stellen. Westliche Medien halten sich dennoch mit der Berichterstattung zurück. Der Grund dafür könnte sein, dass Frauen im Iran gegen das Kopftuch kämpfen, während bei uns vor allem auf Seiten der linksgrünen Bubble für das Kopftuch gekämpft wird. Zudem bekommen die Protestierenden Unterstützung von US-Präsident Donald Trump. Er drohte den Mullahs erneut damit, die Demonstranten zu unterstützen. Die Zahl der Opfer steigt seit Tagen, denn die iranische Revolutionsgarde bekämpft die Demonstranten mit scharfer Munition, dazu hat sich auch die Zahl der Verhaftungen erhöht. 2025 wurden rund 2500 Menschen hingerichtet. Es scheint, als könne sich das Regime in Teheran nur noch mit brutaler Gewalt an der Macht halten, es ist ein Regime in den letzten Zügen. 

Gewalt und systematische Diskriminierung von Frauen sind unter den Mullahs ein wesentlicher Teil des Gesetzes und der Rechtsprechung. Die Rechte von Frauen werden vom Regime gewaltsam verletzt und die Unruhen machen die jahrelange Unterdrückung und Schikane mehr als deutlich. Am 16. September 2022 wurde die 22-jährige kurdische Iranerin Jina Mahsa Amini in Teheran von der Sittenpolizei  festgenommen mit dem Vorwurf, sie habe ihr Kopftuch nicht richtig getragen. Drei Tage später starb sie an ihren Verletzungen, nach dem sie in einer Polizeiwache ins Koma gefallen war und in eine Klinik gebracht wurde. Ihr Tod löste bereits eine Protestwelle aus. Der israelische Geheimdienst Mossad rief im Januar 2026 ebenfalls via Social-Media zu Protesten gegen das iranische Regime auf. Der Aufruf wurde gehört und immer mehr Menschen beteiligten sich. Der israelische Minister Amihai Eliyahu gab im israelischen Armeesender Galei Tzahal bekannt, dass israelische Agenten im Iran aktiv seien. 


Israel und die USA stehen an der Seite des iranischen Volkes. Sie unterstützen die Revolution und den heroischen Einsatz der Menschen im Kampf gegen das Terror-Regime in Teheran. Die Situation dort ist allerdings veränderlich. Laut aktuellen Nachrichten wurde ein Großteil der Proteste niedergeschlagen ( Stand 17. Januar 2026 ). Doch es ist gut möglich, dass sich die Wut der Menschen immer wieder auf den Straßen entladen wird. Laut der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur sei das Regime geschwächt. Dennoch wird die Regierung in Teheran sich immer wieder brutal zur Wehr setzen solange es irgendwie möglich ist. Die Zahl der Toten schwankt zwischen 3000 und 12000.  Das Internet im Iran bleibt weiterhin gesperrt, dadurch wird das volle Ausmaß der Gewalt zum Großteil verborgen bleiben. Die Münchener Sicherheitskonferenz hat den iranischen Außenminister sowie weitere Vertreter Teherans wieder ausgeladen. Derzeit gibt es kaum noch Demonstrationen, von einigen Scharmützeln zwischen Protestlern und Sicherheitskräften in diversen Landesteilen abgesehen. 



Wie es jetzt im Iran weitergehen wird, das wird die Zeit zeigen. Aber die Atmosphäre ist aufgeheizt, die Menschen sind trotz aller Widerstände ermutigt weiter für ihre Freiheit und einen Regimewechsel zu kämpfen. Möglicherweise stehen blutige Wochen bevor, während denen sich erneut Proteste ergeben und das Mullah-Regime noch brutaler vorgehen wird um seine Existenz zu verteidigen. Der Sohn von Schah Reza Pahlavi wird von vielen als Leitfigur für einen reformierten und freiheitlichen Iran angesehen. Doch ebenso viele sehen ihn kritisch. Vielleicht auch weil Monarchien heute als überholt angesehen werden. Doch noch ist es zu früh um in dieser Sache konkrete Aussagen treffen zu können. Tatsache ist aber, dass die Menschen im Iran des Regimes müde sind, und damit bereit sich weiter für eine grundlegende Revolution einzusetzen. Hoffen wie, dass es ihnen bald gelingen möge. Sie haben immerhin starke und verlässliche Verbündete in Israel, den USA und anderen Teilen der westlichen Welt. Vor allem auf US-Präsident Trump ruhen nun die Augen und Hoffnungen der Iraner. 90% der Menschen dort stehen nicht mehr hinter dem Regime, und damit haben die Mullahs bereits einen ihrer größten Stützpfeiler verloren. Auch bisherige Verbündete wie die libanesische Hisbollah, die Hamas in Gaza, und Syriens ehemaliger Machthaber Baschar-al-Assad stehen nicht mehr an ihrer Seite. Insofern ist das Regime innen- und außenpolitisch erheblich geschwächt. Vielleicht sind dies Fakten auf denen sich die Hoffnung auf einen Wechsel im Iran begründen könnte. Hoffen wir es. 


In diesem Sinne, ein wunderschönes und hoffentlich friedliches Wochenende euch alle,


Eure Marion Herzogin von Meranien ♛





Sonntag, 21. Dezember 2025

Die Grenze des Sagbaren - Ist die Meinungsfreiheit in Gefahr?

Die Debatte darum was man im öffentlichen Raum noch äußern darf und was nicht, gehört mit zu den heftigsten Streitthemen unserer Zeit. Wenn man sich im Internet bewegt, dann bekommt man schnell den Eindruck, dass sich dort jeder seine eigenen Grenzen steckt. Und die Ansichten darüber was man sagen darf und was nicht gehen ebenfalls auseinander. Manche Nutzer lassen ungehindert ihren Meinungen freien Lauf und achten mitunter auch gar nicht mehr darauf wie weit sie damit gehen, während andere hingegen peinlich darauf bedacht sind, brav innerhalb der gesteckten Grenzen zu bleiben. Das US-Außenministerium sieht eine zunehmende Gefahr durch staatliche Eingriffe in die Meinungsfreiheit und freie Rede. 


Aber es geht dabei nicht nur um persönliche Angriffe, es geht auch um die Tatsache das es Wahrheiten gibt, die von öffentlichen Stellen vollkommen anders dargelegt werden als es der Realität entspricht. Vor allem die Politik möchte nicht, dass wir Bürger einen allzu tiefen Blick in deren Karten werfen. Polit-Blogger und einschlägige Content-Creatoren geraten immer häufiger ins Fadenkreuz der "Meinungspolizei." Einige riskieren sogar für ihre deutlichen Äußerungen von militanten Kritikern ermordet zu werden. Wir erinnern uns an den US-amerikanischen Aktivisten Charlie Kirk der am 10.September 2025 vor laufenden Kameras während einer Diskussionsveranstaltung im Bundesstaat Utah von dem Elektriker-Auszubildenden Tyler Robinson erschossen wurde. Die Tat führte in den USA zu erheblichen politischen Verwerfungen. Für die politisch Konservativen weltweit ist Charlie Kirk ein Vorbild für freie Rede und das Recht auf Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit. Dass dies auch seine Kritiker auf den Plan rufen würde war eine logische Folge.  



Die Ermordung Charlie Kirks beleuchtet auch eine dramatische Entwicklung hinsichtlich der freien Rede. Seine Äußerungen stießen vor allem radikalen Linken sauer auf. Kirk setzte sich ein für eine schonungslose Offenlegung von Wahrheiten, so unbequem sie auch sein mochten. Dafür musste er mit seinem Leben bezahlen. Er stand auf der Seite Israels in Zeiten in denen Antisemitismus und Israel-Hass stetig zunehmen, auch das rückte ihn in den Focus seiner Feinde. Wir müssen auch in diesem Fall davon sprechen, dass es gewisse Elemente in unserer Gesellschaft gibt, die bereit sind zur Waffe zu greifen um die Einschränkung der freien Rede und Meinungsäußerung durchzusetzen. Gewiss, dies sind Extreme die man nicht verallgemeinern kann, aber es zeigt erschreckend deutlich, wie tief die Gräben bereits sind welche die Diskussion um Meinungsfreiheit gerissen hat. Themen wie Asyl und Migration, Klimawandel sowie der Genderdiskurs und außenpolitische Entwicklungen führen am häufigsten zu verbalen Auseinandersetzungen. 

Derzeit nehmen viele Menschen in Deutschland die Meinungsfreiheit als gefährdet wahr. Und das nicht erst seit sich Politiker wie Robert Habeck von den Grünen als Schneeflöckchen entpuppten und auf Kommentare von  Nutzern im Internet mit Strafanzeigen reagierten. Auch die UNESCO betrachtet die weltweite Meinungsfreiheit als zunehmend eingeschränkt. Die Macht der Internetplattformen konfrontiert mit abweichenden Meinungen, und die Gesellschaft ist zunehmend unfähig anderslautende Ansichten auszuhalten. Ausgrenzungen und moralische Verurteilungen sind die Folge, und dies wiederum führt zu einer Zurückhaltung von Meinungen. Viele Menschen haben ganz einfach Angst zu sagen was sie denken. Ich bin selbst im Internet unterwegs und ich habe hie und da schon den Eindruck, dass man sich gut überlegen muss was man sagt oder schreibt. Ich bin niemand der absichtlich Streit sucht oder gerne aggressiv diskutiert, aber ich treffe oft auf Nutzer die frank und frei über Sachverhalte diskutieren die ich selbst aus genannten Gründen lieber meide. Wenn Leute im Netz berichten, dass man ihnen wegen eines Posts eine Geldstrafe aufgebrummt hat, dann frage ich mich natürlich schon ob die Äußerungen wirklich so bedenklich waren um eine Strafe zu rechtfertigen, oder ob die Politik hier nicht doch anfängt, sich Methoden zu bedienen die fragwürdig sind. 



Ich würde sagen ja, es ist mittlerweile schon ein geändertes Klima wenn es um freie Rede geht. Die Politik geht mit ihren Entscheidungen die über die Köpfe der Wähler hinweg getroffen werden, häufig bis an die Grenzen des Tolerierbaren. Die Menschen verlieren die Geduld, und damit auch jegliche Zurückhaltung. Nicht jeder behält die Contenance wenn es darum geht Kritik an der politischen Führung zu üben. Während der Corona-Zeit etablierte sich eine Streitkultur die bis heute andauert, und in der nicht wenige Bürger ihrem Unmut Luft machen. Man muss die Leute von einem gewissen Punkt auch verstehen, denn die Politik in Deutschland kümmert sich leider kaum noch um die Belange ihrer Wähler. Da werden große Versprechungen gemacht, Besserung gelobt und die ganze verfahrene Situation im Lande schöngefärbt. Kürzlich hieß es beispielsweise man werde sich um eine Verschärfung des Asylrechts kümmern und für klare Verhältnisse sorgen. Bislang ist davon allerdings noch nicht all zu viel zu erkennen. Die Zuwanderung hält nach wie vor unvermindert an, die Kriminalitätsrate ist gleichbleibend hoch, und das Gesundheitssystem nähert sich bedrohlich dem Level eines Dritte-Welt Landes. Soll man da allen Ernstes verlangen, dass die Bürger alles mit stoischer Gelassenheit abnicken? 


Freie Rede und Meinungsfreiheit sind grundlegende Menschen- und Freiheitsrechte. Sie geben jedem das Recht,  Ansichten und Informationen zu äußern, zu verbreiten und zu empfangen ohne staatliche Zensur befürchten zu müssen. Für eine Demokratie ist dies unerlässlich, aber natürlich hat jede Freiheit auch Grenzen. Wenn Menschenrechte verletzt werden, dann darf und muss Freiheit auch beschränkt werden. Ich verzichte in meinen Posts im Netz auf Beleidigungen und Anschuldigungen. Erstens ändert  es ohnehin nicht viel wenn man sich im Ton vergreift, und Zweitens bringt man sich dadurch nur selbst in Schwierigkeiten durch mögliche Strafanträge. Von der Peinlichkeit die das mit sich bringt mal ganz zu schweigen. Die Zunahme autoritärer Tendenzen in der Politik und strengere Zensurgesetze hebeln das Grundrecht auf Meinungsfreiheit aus, unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Desinformationen. Der Konflikt liegt oft zwischen legitimer Kritik und strafrechtlich relevanten Äußerungen. 

Es steht zu befürchten, dass sich das Klima in Sachen Redefreiheit und Meinungsäußerung in den nächsten Jahren wohl weiter verschlechtern wird. Für die Politik ist die Einschränkung der freien Rede mithilfe von Zensur ein probates Mittel um sich gegen ihre Kritiker abzuschirmen. Ich bin auch ein Mensch der sich gerne mal kritisch und rebellisch zeigt. Allerdings bleibe ich dabei innerhalb der Grenzen des moralisch vertretbaren. Was würde es mir denn bringen wenn ich mit Beleidigungen um mich werfen und dafür haufenweise Anzeigen kassieren würde? Es wäre lediglich ein Bumerangeffekt den ich zu spüren bekäme. An den Entscheidungen der Politik kann ich damit nicht viel ändern. Dafür braucht es den langen Atem der breiten Masse. Die Bürger und Wähler haben die Macht auf die Politik einzuwirken, selbst wenn es meist ein Kampf mit harten Bandagen ist. Unsere gespaltene Gesellschaft ist aber leider kaum noch bereit für den nötigen Zusammenhalt zu sorgen. Stattdessen bekämpfen sich verschiedene Ansichten untereinander, eine durchsetzungsfähige und gemeinschaftliche Front ist damit nicht zu bilden. 



Wenn der Staatsschutz gegen Bürger ermittelt, die bedenkliche Posts im Internet geteilt haben, dann fragt man sich was der Betreffende verbrochen hat, dass er plötzlich wie ein Schwerverbrecher behandelt wird. Und gibt es Unterschiede zwischen Linken und Rechten oder Konservativen? Wahr ist das vor allem Linksextreme im Netz oftmals sogar wesentlich rücksichtsloser und hasserfüllter vorgehen als Nutzer aus dem konservativen Spektrum. Man denke nur an die offen antisemitischen Posts von Anhängern der Linken und Grünen, die gerade das Internet fluten. Mit die größte Gefahr für die Meinungsfreiheit ist auch die sogenannte "Cancel-Culture."  Die daraus resultierende "Selbstzensur" aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung bis hin zu beruflichen Konsequenzen verhindert, dass Menschen überhaupt zu einem Thema Stellung nehmen. Polarisierung und Intoleranz gegenüber abweichenden Meinungen erschweren die Diskussion zusätzlich. Die Toleranten sind oftmals die Intoleranten, so könnte man es wohl am treffendsten beschreiben. 

Und auch wenn die Tendenz dahingeht, dass man uns mehr und mehr Maulkörbe verpasst, wir dürfen nicht nachlassen, die Politik auf ihre Fehler hinzuweisen. Wir können dies auch sachlich und reflektiert tun. Wir müssen die Sache nicht zur Schlammschlacht ausarten lassen. Laut zu sein und laut zu bleiben lautet überall das Motto. Und genau das können wir aufgreifen um unsere Meinungen und Anschauungen kund zu tun, um in der Diskussion zu bleiben und zu zeigen, dass wir Bürger da sind und dass wir wach sind. 




In diesem Sinne, euch allen ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest, und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 

Eure Marion Herzogin von Meranien ♛



Sonntag, 30. November 2025

Politische Meinungen im Fadenkreuz der Kritik

Was haben politische Meinungen und die Begeisterung für einen Fußballverein gemeinsam? Beide müssen oftmals kritische Analysen überstehen und werden nicht selten gnadenlos diffamiert. Die Fans des FC Bayern gehen meist nicht gerade zimperlich mit den Anhängern von Borussia Dortmund ins Gericht. Dasselbe spielt sich auch zwischen gegnerischen Fans anderer Vereine ab. Worauf ich damit anspielen will? Ganz einfach. Auch auf dem politischen Spielfeld wird heftig gerungen wenn gegensätzliche Orientierungen aufeinandertreffen. Der Drogerie-Filialist Rossmann ist kürzlich aus dem Familienunternehmer-Verband ausgetreten weil dieser sich für Gespräche mit der AfD öffnen will. Ebenso der Haushaltsgerätehersteller Vorwerk. Wer hatte recht, es gab Diskussionen und heftige Kritik. Das Internet wimmelte von Boykottaufrufen gegen die betreffenden Unternehmen. Man kann sich denken, dass es diesen großen Firmen wahrscheinlich herzlich egal ist wenn sie Kunden verlieren, sie gewinnen mit ziemlicher Sicherheit wieder neue dazu. Dass gegensätzliche Ansichten geradezu dazu einladen sich leidenschaftlich darum zu streiten ist bekannt. Doch mir geht es hier nicht ausschließlich um Standpunkte, sondern mir geht es um die nähere Beleuchtung von politischen Haltungen. 


Politische Äußerungen im Netz ziehen mitunter harsche Kritik nach sich. Ich musste dies genauso erfahren wie viele andere vor und nach mir. Es gibt mittlerweile kein Soziales Netzwerk mehr indem nicht um Meinungen und die Freiheit sie zu äußern gestritten wird. Dass es dabei nicht immer höflich zugeht, ist bekannt. Vor allem wenn man wie ich konservativ ist, bekommt man allerhand zu hören. Teils wird einem sogar Rechtsradikalismus unterstellt. Dabei ist es durchaus ein Unterschied ob jemand konservativ oder rechts ist. Auch wenn die Grenzen hier oft ein wenig verschwimmen. Aber selbst vor Todesdrohungen schreckt die Gegenseite nicht zurück. Da wird so getan als wären politisch Konservative die reinsten Schreckgespenster. Diese Boykottaufrufe gegen Firmen und Institutionen die sich gegen die AfD positionieren sind natürlich auch ein Teil der freien Meinungsäußerung. Ob sie wirklich den erhofften Effekt haben, sei mal dahingestellt. Aber ich muss sagen, ich finde es dennoch seltsam wenn ich einen Laden betrete oder ein Produkt einer Firma kaufe von der ich weiß, dass sie mich unter Umständen nicht als Kunden haben möchte. Und wer sagt denn, dass diese Firmen sich nicht auch gegen andere konservative Parteien wenden. Wie stehen Rossmann und Vorwerk beispielsweise zur CDU/CSU? Auch hier finden wir viele konservative Wähler. Eine interessante Frage also. 


Radikale politische Gruppen versuchen mit Gewalt anderen ihre Meinung aufzudrücken. Vor allem extreme Linke fallen häufig durch Brutalität auf. Sie rotten sich zusammen und liefern sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, greifen Andersdenkende an. Was mich doch sehr erschreckt, ist die Toleranz in großen Teilen der Bevölkerung gegenüber diesen Gruppen. Müssten die Menschen sich nicht entschieden gegen diese Gewalt aussprechen? Müssten sie nicht deutlich sagen, dass es so nicht geht? Stattdessen liebäugeln sie mitunter recht offen mit dieser Form des politischen Aktivismus. Man kann hier gar nicht mehr von Aktivisten sprechen, es sind schon vielmehr Terroristen. Wie soll man diese brutale und radikale Haltung denn sonst benennen. Selbstverständlich gibt es auch rechte Gruppen die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Dazu kann ich nur sagen, ich verurteile beides und spreche mich dafür aus, sachlich und vernünftig zu agieren. Gewalt ist keine Lösung für ein Problem, meist führt sie nur dazu, dass sich die Spirale immer weiter hochdreht und alle Beteiligten verlieren die Suche nach der Lösung aus den Augen. Ich lese seit ein paar Jahren sehr gerne ein kleinformatiges Lifestylemagazin, das sich mittlerweile auch klar linksgrün positioniert hat. Mich persönlich stört das nicht unbedingt, obwohl man mich trotzdem nie bei diesen Richtungen verorten wird.  Das Heft wirbt für einen offenen, toleranten und umweltbewussten Lebensstil. Ich finde das nicht grundsätzlich falsch, jedoch stört mich auch hier dieser erhobene Zeigefinger und diese Attitüde des "Bessermenschen." Haltungsjournalismus hat für mich einen seltsamen Beigeschmack. Dass ich dieses Magazin dennoch lese hat damit zu tun, dass ich die Gestaltung der Beiträge und den Informationsgehalt schätze. 


Welche Partei jemand wählt, welche Ansichten er vertritt ist eigentlich Privatsache. Ebenso wie Religion Privatsache ist, solange jemand in diesem Zusammenhang nicht durch gewalttätige Aktionen auffällt. Wenn Unternehmen anfangen Menschen auszusortieren, dann halte ich dies für kontraproduktiv ( mal ganz abgesehen von den Assoziationen zu diktatorischen Systemen, die unwillkürlich geweckt werden  ), führt dies nur dazu das potentielle Kunden abgeschreckt werden. Aber die ohnehin schon große Kluft in der Gesellschaft wird dadurch nur noch weiter vergrößert. Ich erlebe selbst oft genug, wie Menschen mich ausgrenzen weil ich nicht hundertprozentig offen bin für die Dinge die man im linksgrünen Lager für unabdingbar hält. Ich bin nicht generell gegen Einwanderung, aber ich plädiere für mehr Kontrolle seitens der Politik, für mehr Ordnung und Sicherheit. Ich begrüße die Inklusion von Menschen mit Behinderung, und für mich ist es völlig in Ordnung wenn homosexuelle Paare heiraten. Mein Cousin hat vor zwei Jahren seinen Lebensgefährten geheiratet. "Jeder soll nach seiner Fasson selig werden." Dieses Zitat von Friedrich dem Großen sollte unser Denken ein wenig beeinflussen, denn genauso sollte es auch sein. Leider gilt dies nicht für die Radikalen unter uns. Für diese Leute gibt es kein freies Denken, es gibt für sie nur die von ihnen selbst vorgegebene Meinung. Und an die hat sich gefälligst jeder zu halten wenn er nicht ins Fadenkreuz geraten will. 


Ich war schon immer ein Selbstdenker. Ich lasse jedem seine eigene Meinung, aber ich muss sie nicht teilen. Aber ich bin auch konservativ, und das macht mich für viele wieder zum Ziel ihrer Angriffe. Ich teile nicht uneingeschränkt ihre Meinung, habe hin  und wieder Einwände und bin kontrovers. Etwas womit diese Menschen nicht gut umgehen können, aber wir kritischen Geister müssen auch damit umgehen, wenn man uns Frechheiten und Diffamierungen an den Kopf wirft, wir als N*zis und Rechtsradikale betitelt werden. Als Konservativer hat man es dieser Tage nicht leicht, aber wenn man für Vielfalt eintritt, dann muss man auch verschiedene Ansichten zulassen, sonst wird die ganze Geschichte zu einem Einheitsbrei, der am Ende doch zu einer faden Suppe verkommt. 


Es ist im Grunde die klassische Konfrontation rechts gegen links, schwarz gegen weiß. Ein Streit der so alt ist wie die Welt, und der wahrscheinlich auch niemals wirklich beigelegt werden wird. Menschen streiten viel zu gerne, besonders im Internet-Zeitalter in dem jede Meinung sofort die Möglichkeit erhält von vielen tausenden gesehen zu werden. Um nochmal auf die Causa Rossmann und Vorwerk ( da folgen sicher noch so einige ) zurückzukommen: Wir sehen hier im Grunde nichts anderes als eine Nachwirkung der Corona-Zeit, während der Pro und Kontra zum Alltag gehörte als viele Menschen die geltenden Regeln klaglos akzeptierten, und andere nur widerstrebend oder gar nicht "mitmachten" wollten. Der harte Streit um Meinungen nahm seitdem immer stärker Fahrt auf, erfasste zunehmend die gesellschaftspolitische Bühne und beherrscht nun fest die Diskussionen im Netz und sonstigen Medien. es war aber nicht immer so, denn ich erinnere mich noch immer gerne an die Zeit als das Internet noch weitgehend ohne Hass, Zank und Streit auskam. Auf X ( damals Twitter ) schrieben die Nutzer lustig-freche Tweets und brachten mich herzlich zum Lachen. Doch diese Zeiten sind leider vorbei, an die Stelle der Witze traten Beschimpfungen, Schuldzuweisungen und Ausgrenzung. Schade drum, ist alles was ich dazu sagen kann. 

Ich glaube kaum, dass die Zeiten sich dahingehend ändern werden, dass es in der Gesellschaft wieder friedlicher wird. Und Toleranz ist dieser Tage doch sehr einseitig. Die einen erwarten Toleranz, sind aber nicht bereit diese ebenfalls zu leben. Es ist also eine Art Patt-Situation, und da sich die ganze Geschichte so in der Gesellschaft festgefressen hat, sind wohl alle Hoffnungen auf eine Rückkehr zu mehr wirklicher Toleranz auf jeder Seite vergeblich. Auch wenn ich meinen neuen Beitrag jetzt mit dieser trüben Aussicht enden lassen muss, so hoffe ich doch, dass sich irgendwann doch noch alles zum Guten wendet. 



In diesem Sinne, eine erfolgreiche neue Woche

Eure Marion Herzogin von Meranien ♛

















Auswandern als Problemlösung - von Zu- und Abgängen über die Landesgrenzen

Vor ein paar Tagen habe ich mich ein wenig unter den Ästhetik-Accounts bei Instagram umgesehen, denn dieses Feld der Fotokunst reizt mich se...